Im
Jahr 2002 bot sich für das Bergische Museum
die Gelegenheit, eine bereits zwei Jahre
vorher im Pfälzer Raum erstmalig
zusammengestellte und betriebene Großanlage,
die sich aus Beständen einer Privatsammlung
zusammensetzte, in den Rittersaal des
Schlosses zu holen und dort drei Wochen lang
vorzuführen. Eine Gruppe von ehrenamtlichen
Helfern besorgten Aufbau, Betrieb und Abbau.
Der Erfolg war so groß, dass sich die
Museumsleitung zum Kauf der Sammlung
entschloss, zumal im Bergfried geeignete Räumlichkeiten
für den Wiederaufbau auf Dauer zur Verfügung
standen. Man gründete einen Arbeitskreis von
ca. 20 Mitgliedern und begann mit den
Vorarbeiten, der Lagerung des Bahnmaterials
und der Beschaffung von 70 m² Spanplatte, die
die Spielfläche bildete. Im Herbst 2002
begann eine kleine Gruppe des Arbeitskreises
mit der Planung der Anlage und gleichzeitig
mit der technischen Überprüfung und
Herrichtung/Aufbereitung des
Eisenbahnmaterials, dem Bau
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notwendiger
aber nicht vorhandener Aufbauten und
Schaltelemente, der Beschaffung fehlender
Orginalteile, die nicht selbst hergestellt
werden konnten, darunter insbesondere Schienen,
Signale und Weichen, sowie mit der
Bereitstellung des Baumaterials für den
Unterbau. Im Februar 2003 waren Planung und
Vorarbeiten abgeschlossen, der Raum im
Bergfried renoviert und mit Heizung
ausgestattet. Der Bau konnte beginnen. Sieben
Monate betrug die Bauzeit, ca. 1100
Mannstunden wurden investiert, alle geleistet
von Mitgliedern des Arbeitskreises. Noch während
des Baues stellte eine Familie aus dem
bergischen Raum dem Museum eine wertvolle und
umfangreiche Sammlung von Spur 0 Material zur
Verfügung, teils als Schenkung und teils als
Leihgabe. Diese bedeutete eine enorme
Bereicherung der Anlage und ermöglichte deren
Ausbau mit einer Attraktivität, wie man sie
nur noch selten in dieser Spurweite antrifft.
Dabei ist der Schienenweg mit etwa 200 m gar
nicht so gewaltig. Der besondere Reiz der
Anlage ergibt sich aus dem Zusammenspiel von
80 Weichen, einem vielgestaltigen Signalsystem,
vier Bahnhofsanlagen, einem großen Viadukt,
vier Stellwerken, Bekohlungs- und
Wasseranlagen, einem Lokschuppen mit
Drehscheibe, mehreren Brücken, Tunnel, Bahnübergängen,
sowie weit über 100 Lampen, Laternen und
vielen anderen Beleuchtungskörpern.
Am
21. September 2003 war alles fertig. Mit einer
bescheidenen Zeremonie wurde die Anlage der Öffentlichkeit
vorgestellt. Seitdem kommen jährlich etwa
4000 bis 5000 Besucher und erfreuen sich an
unserer Eisenbahnlandschaft im Bergfried.
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